Kleine Waren- und Wäschekunde

    

Kleine Tipps von unseren Experten

Damit Ihre Wäsche lange schön bleibt, haben wir Ihnen einige Wasch- und Pflegetipps zusammengestellt.

  

Ein paar Worte zur Ökologie

Waschen ist per se nicht besonders umweltfreundlich. Zusatzstoffe wie Bleichmittel, Duftstoffe oder Weichspüler sind besondere Umweltkiller. Häufiges Waschen schadet nicht nur Ihrer Wäsche, sondern auch der Umwelt. Die meisten unserer Waren tragen das Ökotex 100 – Siegel. Durch die besondere Qualität unseres Sortimentes tragen wir schon dadurch dazu bei, unsere Umwelt zu schonen. Denn richtig gewaschen, halten diese Textilien sehr lange und schonen dadurch die Umwelt.

Frottierwaren

Auf die Temperatur kommt es an

Die kalte Schonwäsche genießt einen besseren Ruf als sie in der Realität leistet: Für leuchtende Farben werden häufig Farbstoffe verwendet, die bei kalter oder handwarmer Temperatur abfärben, bei 60° jedoch nicht. Wenn Ihnen also ein Malheur passiert, können Sie es mit einer erneuten Wäsche bei 60° beheben.

Frottierwaren flusen anfangs meist. Das ist besonders bei hochfloriger Ware normal. Um stärkere Flusenbildung zu vermeiden, sollte die Wäsche nicht allzusehr an der Waschtrommel reiben, wie es bei unter- oder überladenen Waschmaschinen leicht geschieht. Am schönsten wird Frottier im Wäschetrockner, wo es durch den hohen Lufteinschluß so kuschelig weich wird, dass Sie auf Weichspüler gänzlich verzichten können.

Gezogene Fäden sollten Sie nicht herausziehen, sondern einfach kurz abschneiden.

Abfärben verhindern Sie, indem Sie weiße und farbige Frottierteile getrennt waschen. Besonders neue Ware neigt durch überschüssigen Farbstoff zum Abfärben. Nasse Wäsche sollte nie übereinander liegen, dies kann zu Verfärbungen führen.

Dem Verblassen von Farben beugt eine genaue Dosierung des Waschmittels vor. Zuviel Waschpulver setzt sich auf den Fasern ab, wodurch die Farben schnell verblassen. Bei zuwenig Waschpulver verhärtet die Wäsche. Vorsicht ist auch bei optischen Aufhellern geboten: diese lassen Farben schnell alt aussehen.

Ein gänzlich unerwünschter Effekt stellt sich bei der Verwendung von Weichspüler ein: Das Wasser perlt am Handtuch ab und wird nicht mehr aufgesogen. Der Weichspüler setzt sich wie ein Film auf die Fasern und führt ausserdem zur Flusenbildung.

Baumwolle hat viele gute Eigenschaften. Sie ist hygienisch empfehlenswert, weil sie sich heiss waschen und bügeln lässt, lädt sich kaum eletrostatisch auf und zieht deswegen keinen Staub an, sie ist atmungsaktiv und bleibt aufgrund ihres pflanzlichen Ursprungs von Motten verschont. Baumwolle ist , sofern nicht farbig, bis 95° waschbar, hat eine hohe Bügeltemperatur und kann geschleudert werden. Wenn nicht anders angegeben, kann die Naturfaser nach dem Waschen auch in den Trockner.

Wolle ist von Natur aus schmutzabweisend ausgestattet: Durch das enthaltene Wollfett Lanolin dringt der Schmutz gar nicht erst in die Fasern ein. Daher reicht es meist aus, Wolltextilien auszuschütteln oder auszubürsten. Empfindlich ist Wolle dagegen, wenn sie nass oder mechanisch beansprucht wird. Daher immer aufs Etikett achten, nur waschmaschinenfeste Textilien bei 30° im Schonwaschgang waschen und allenfalls kurz anschleudern. Alle anderen Wolltextilien per Hand bei maximal 30° waschen, nie in den Trockner! Statt dessen in ein Frottiertuch einrollen, Restwasser herausdrücken und, anschließend auf dem Frottier ausbreiten, in Form legen und lange trocknen lassen. Nicht Bügeln; wenn nötig dämpfen – in Form legen und unter einem feuchten Tuch bügeln.

Leinen wird bekanntlich aus Fasern der Flachspflanze hergestellt und ist eine der ältesten Textilfasern. Besonders für Küchen- Tisch- und Betttextilien wird die fusselarme Faser eingesetzt. Bei sehr geringem Eigengewicht kann sie immerin 17% ihres Gewichtes an Feuchtigkeit aufnehmen. Vorsicht beim Waschen: Bei Temperaturen von über 60° bewirken Bleichmittel einen Zerfall in Elementarfasern, die sogenannte „Cottonisierung“: die Faser wird kürzer, feiner und flusenanfälliger. Zur Knittervermeidung nicht zu schnell Schleudern. Vor dem Trocknen strecken und auf die Leine hängen, dabei starkes Sonnenlicht vermeiden. Gut angefeuchtet von links bügeln, eventuell ein feuchtes Tuch dazwischenlegen. Nie in den Trockner!

Bodywear

Vorsicht bei BHs mit Bügeln! Die Drähte bringen zwar den Körper in Form, doch beim Waschen können sie herausrutschen und die Waschmaschine zerstören. Unterwäsche wäscht man am besten im Wäschesack, der das Material schont und die Kleinteile beisammenhält.

Elasthan wird unter den Markennamen Lycra oder Dorlastan verwendet, um Mischgewebe flexibel zu halten – der sogenannte Stretcheffekt. Perfekter Sitz bei aussergewöhnlicher Bewegungsfreiheit kennzeichnet Textilien mit der elastischen Faser. Beim Waschen auf die Pflegeetiketten achten. Grundsätzlich gibt die empfindlichste Faserart im Mischgewebe Waschart und -temperatur vor. Das gleiche gilt für Trocknung und Bügeln.

Seide wird aus den Fäden des Maulbeerspinners gewonnen.Hauchdünn gewoben, wärmt dieser edle Stoff bei Kälte und kühlt bei Hitze. Kein Wunder, dass er im antiken Rom mit Gold aufgewogen wurde. Dafür verlangt Seide auch besondere Vorsicht beim Waschen. Sie sollten Seide nie einweichen! Am besten ist die Handwäsche bei maximal 30°, einige Textilien vertragen auch den Schonwaschgang in der Maschine. Anschließend in ein Frottiertuch einrollen und die Feuchtigkeit herausdrücken, Kleidungsstücke können tropfnass auf dem Bügel in Form gebracht werden und dort behutsam trocknen.